Worum es geht
Das Steuerjahr 2026 bringt für Schweizer KMU keine Revolution, aber eine Reihe von Detailänderungen, die in der Summe spürbar werden. Wer den Jahresabschluss früh plant, verschafft sich Spielraum bei Rückstellungen, Abschreibungen und Ausschüttungen.
Besonders betroffen sind Unternehmen mit Auslandbezug, Gruppenstrukturen und solche, die in den letzten Jahren stark gewachsen sind.
Die wichtigsten Änderungen
Drei Themen bestimmen die Diskussion in den Abschlussgesprächen dieses Jahres:
- Mindestbesteuerung: Gruppen ab CHF 750 Mio. konsolidiertem Umsatz rechnen die Ergänzungssteuer erstmals vollständig durch.
- Mehrwertsteuer: Präzisierungen bei Plattformleistungen und beim Bezug elektronischer Dienstleistungen aus dem Ausland.
- Kantonale Praxis: mehrere Kantone haben Abschreibungssätze und die Behandlung von Homeoffice-Kosten angepasst.
Was jetzt zu tun ist
Prüfen Sie vor dem Abschluss, ob Rückstellungen sachlich begründet und dokumentiert sind. Klären Sie Ausschüttungen und Kapitaleinlagereserven frühzeitig ab — nach dem Bilanzstichtag ist der Gestaltungsspielraum klein.
Wir empfehlen, die Steuerplanung spätestens im November mit dem Zwischenabschluss zu verbinden.