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Analyse

Blockchain-Analysen: Transparenz für Schweizer KMU

Blockchain-Analysen helfen, Transaktionen mit Kryptowerten nachzuvollziehen und für Buchhaltung, interne Kontrollen und steuerliche Abklärungen einzuordnen. Für Schweizer KMU ist dabei entscheidend, technische Daten mit nachvollziehbaren Geschäftsbelegen zu verbinden.

Was eine Blockchain-Analyse sichtbar macht

Auf öffentlichen Blockchains lassen sich Transaktionen zwischen Adressen nachvollziehen. Eine Analyse kann zeigen, wann Kryptowerte übertragen wurden, welche Beträge betroffen waren und welche weiteren Adressen damit verbunden sind. Wie aussagekräftig die Ergebnisse sind, hängt von der jeweiligen Blockchain und den verfügbaren Daten ab.

Eine Adresse lässt sich jedoch nicht automatisch einer Person oder einem Unternehmen zuordnen. Auch der wirtschaftliche Zweck einer Zahlung ist aus der Blockchain allein meist nicht ersichtlich. Für eine verlässliche Einordnung braucht es zusätzliche Unterlagen wie Rechnungen, Verträge und Abrechnungen von Handelsplattformen.

  • Transaktionen und Bestände nachvollziehen
  • Zahlungsflüsse zwischen Adressen untersuchen
  • Abweichungen gegenüber internen Aufzeichnungen erkennen

Nutzen für Buchhaltung und Risikoprüfung

Für die Buchhaltung können Blockchain-Daten helfen, Bewegungen von Kryptowerten mit den erfassten Geschäftsvorfällen abzugleichen. Dabei sind Übertragungen zwischen eigenen Wallets von Zahlungen an Dritte zu unterscheiden. Ebenso müssen Transaktionsgebühren und die Bewertung in Schweizer Franken nachvollziehbar dokumentiert werden.

Spezialisierte Analysewerkzeuge können Hinweise auf auffällige Zahlungswege oder Verbindungen zu als riskant eingestuften Adressen liefern. Solche Hinweise sind keine Beweise für unrechtmässiges Verhalten. Sie müssen geprüft und im Zusammenhang beurteilt werden. Welche Sorgfaltspflichten gelten, hängt von der konkreten Tätigkeit des Unternehmens ab.

  • Wallet-Bestände mit der Buchhaltung abstimmen
  • Geschäftszweck und Bewertungsgrundlagen dokumentieren
  • Risikohinweise prüfen und Entscheidungen festhalten

So schaffen KMU eine belastbare Datengrundlage

Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist ein vollständiges Verzeichnis der geschäftlich genutzten Wallets und Handelsplattformen. Dazu gehören klare Zuständigkeiten sowie gesicherte Transaktionsübersichten und Belege. Für eine reine Analyse sind keine privaten Schlüssel oder Wiederherstellungswörter erforderlich; diese dürfen nicht weitergegeben werden.

Die technische Auswertung sollte mit der buchhalterischen und steuerlichen Beurteilung abgestimmt werden. Ein Treuhandgespräch kann klären, welche Nachweise fehlen und wo spezialisierte Unterstützung nötig ist. Dabei sind Datenschutz, Zugriffsrechte und die Grenzen der eingesetzten Analysewerkzeuge zu berücksichtigen.

  • Geschäftliche und private Kryptobestände klar trennen
  • Belege und Transaktionsdaten geordnet aufbewahren
  • Unklare Zuordnungen vor dem Abschluss bereinigen